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Jahreskongress 2016

DSO-Jahreskongress bietet Plattform für Vernetzung und Wissensvermittlung - Rekordzahl an Teilnehmern verzeichnet

Im letzten Jahr hielt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Festrede zur Eröffnung des 12. Jahreskongresses der DSO. Dies war ein wichtiges Zeichen sowohl für die Arbeit der DSO und der Transplantationsbeauftragten, als auch für die Patienten, die dringend auf eine Transplantation warten. Die Politik unterstützt die Organspende als gesellschaftliche Aufgabe. In seiner Rede rief der Minister die Menschen dazu auf, sich zu informieren und mit einer Entscheidung für den „Ernstfall Klarheit und Sicherheit“ zu schaffen, auch, um die eigenen Angehörigen zu entlasten.

Den Angehörigen von Organspendern sowie den Transplantierten wurde auf dem letztjährigen Kongress ein wichtiger Platz eingeräumt. Heiner Röschert, der einer Organspende bei seinem Sohn zustimmte, und Franziska Liebhardt, die mit einer neuen Lunge und einer neuen Niere bei den Paralympics in Rio de Janeiro Gold und Silber gewann, sprachen gleich zu Beginn zu den Teilnehmern des Kongresses über ihre Erfahrungen. Das machte eindrücklich die Sinnhaftigkeit und Bedeutung einer Organspende und Transplantation deutlich.

Von den knapp 370 Besuchern des Kongresses haben erfreulicherweise  rund 140 Transplantationsbeauftragte teilgenommen. Am ersten Tag standen Vorträge zu den Themen Transplantationsregister, der aktuelle Stand bei den Ausführungsgesetzen der Länder, die Zusammenarbeit zwischen Organspende und Gewebeentnahme sowie zum aktuellen Stand der SAE/SAR-Aufarbeitung auf dem Programm.

Am zweiten Tag ging es in der ersten Session um die praktischen Erfahrungen mit der neuen Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls. Im Zusammenhang damit sprachen Experten über Fragen zur Behandlung von Patienten am Lebensende und darüber, welche offenen Fragen sich dann häufig trotz bestehender Patientenverfügungen ergeben. Im Anschluss beschäftigten sich die Vorträge mit verschiedenen Aspekten der Organentnahme und -konservierung.

PD Dr. med. Immer von Swisstransplant berichtete über die Maßnahmen in der Schweiz, durch eine engere Einbindung der Krankenhäuser mehr Organspenden zu ermöglichen.

Insgesamt zeigten sich alle Teilnehmer mit der Organisation und dem inhaltlichen Angebot des Kongresses sehr zufrieden. Der neu erschienene Leitfaden zur Organspende, der auf dem Kongress vorgestellt wurde, stieß auf großes Interesse  und knapp ein Drittel der Teilnehmer haben ihr Exemplar gleich mitgenommen.

Begleitet wurde der Kongress von einer Ausstellung zu verschiedenen internationalen Organspendekampagnen, die in den Pausen zu interessanten und teilweise überraschenden Eindrücken einluden.

 

 

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